WNOZ: Tabellenführer Türkspor zu Gast in Lützelsachen

Archivbild (04.05.2014): FCT-Torjäger Yildirim vefehlt hier knapp per Kopf das TSG-Gehäsue.

Bergstraße. Ein Derby, das wohl keiner so richtig genießen kann, wird am Sonntag um 15 Uhr zwischen dem SV Schriesheim und der SG/TSV Hemsbach/Sulzbach stattfinden. Die Gastgeber aus Schriesheim befinden sich mitten im Abstiegskampf und haben mit fünf Punkten Rückstand den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga nicht mehr selbst in der Hand. „Wir versuchen, das Heimspiel zu gewinnen“, sagte SVS-Trainer Karlheinz Lohnert vor dem Derby. Das gelang in dieser Saison zu selten, denn da gewann der SVS nur ein Heimspiel, insgesamt holten die Schriesheimer auf eigenem Platz in zwölf Spielen nur sechs Punkte. Zuletzt bei der SpVgg Wallstadt stimmte aber immerhin die Einstellung besonders in der zweiten Halbzeit. Zu einem Punkt reichte es trotzdem nicht.
Dagegen ist das Problem bei Hemsbach/Sulzbach fast schon ein Luxusproblem: „Ich gebe zu, es ist schwer, sich zurzeit noch zu motivieren. Für uns geht nichts mehr nach oben oder nach unten in der Tabelle. Das Ziel des Klassenerhalts haben wir schon erreicht“, sagte SG-Trainer Giuliano Tondo über die Schwierigkeiten, sich und seine Mannschaft im Wettbewerbsmodus zu halten. Darüber hinaus hat Tondo neben den Langzeitverletzten einige Ausfälle zu beklagen.
Javier Scalzo hat sich im Derby gegen die TSG Weinheim II verletzt und wird in Schriesheim ausfallen. Tobias Sagewitz fällt krankheitsbedingt aus und Joshua Hassanzadeh muss weiterhin eine Rotsperre aus dem Spiel in Lindenhof absitzen. Die schwere Personalsituation führte sogar dazu, dass in dieser Woche nur zwei, statt der normalen drei Trainingseinheiten absolviert wurden. Bei Schriesheim sieht die Situation ähnlich aus. Noch immer muss der SVS ohne echten Stürmer auflaufen, die Motivation wird aber eher auf Seiten des SVS sein.

Die TSG Lützelsachsen verabschiedete sich am vergangenen Wochenende wohl aus dem Rennen um Platz zwei. Nach der Niederlage bei Edingen-Neckarhausen ist der Abstand auf den Relegationsplatz mit acht Punkten zu groß. Am Sonntag hat die TSG-Mannschaft aber die Chance, ihre Qualität unter Beweis zu stellen. Dann empfängt Lützelsachsen um 15 Uhr den ungeschlagenen Tabellenführer FC Türkspor Mannheim.
TSG-Trainer Alexander Knauff sieht die Mannheimer natürlich als Favoriten, aber auch sein Team nicht chancenlos: „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und wir haben im Hinspiel schon bewiesen, dass wir nicht chancenlos sind.“ Trotzdem muss natürlich alles zusammenlaufen, um gegen den Tabellenführer zu punkten, denn nach Meinung von Knauff ist Türkspor „mit Abstand die beste Mannschaft der Liga“.

Die TSG 62/09 Weinheim II hingegen ist noch nicht raus aus dem Kampf um den Relegationsplatz. Mit fünf Punkten Abstand auf den Tabellenzweiten SpVgg Ketsch haben die Weinheimer bei fünf verbleibenden Spielen noch eine reelle Chance, eine gute Saison noch besser zu gestalten. In den vergangenen fünf Partien holte die TSG jeweils drei Punkte und tritt in absoluter Topform an. Zuletzt gewann die Mannschaft von Spielertrainer Timo Endres mit 6:3 das Derby bei der SG Hemsbach/Sulzbach und kann am Sonntag um 15 Uhr im Sepp-Herberger-Stadion gegen Turanspor Mannheim die beeindruckende Serie ausbauen. Turanspor gewann kein einziges der vergangenen fünf Spiele. Es treffen also zwei Mannschaften aufeinander, die formmäßig nicht weiter auseinanderliegen könnten. NB

Quelle: WNOZ, Bergstraße, 05.05.2017

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