Sportkurier: Aufsteiger Türkspor Mannheim muss sich in der Landesliga beweisen

Der FC Türkspor stieg als verdienter Meister in die Landesliga Rhein-Neckar auf. Bild: Berno Nix.

sport-kurier. Es gibt das so einen deutschen Schlagerhit, der auf diversen Partys hoch und runter gespielt wird.

„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, heißt er. Für den Fußball wurde der Gassenhauer leicht abgewandelt, aus Liebe wurde Liga, macht: „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“. Es ist der Hit unter Aufsteigern. Und zu denen zählt auch Türkspor Mannheim.

In der Vorsaison marschierte die Elf von Erfolgscoach Feytullah Genc souverän durch die Mannheimer Kreisliga und qualifizierte sich als Meister verdientermaßen für die Landesliga Rhein-Neckar.

Die Vorfreude bei Türkspor ist riesig, der Respekt allerdings auch: „In der Landesliga kommt einiges auf uns zu. In Sachen Dynamik, Kraft und Schnelligkeit stehen wir nun vor ganz anderen Voraussetzungen“, betont Genc. Dementsprechend bescheiden ist man bei den „Halbmondkickern“ auch, wenn es um das Saisonziel geht: „Für uns geht es eigentlich nur darum, die Klasse zu halten. Alles andere wäre vermessen. Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen“, erklärt Genc.

Trainer Feytullah Genc im Kreise seiner Spieler, nachdem der Aufstieg feststand. Bild: Berno Nix

Der Respekt vor der neuen Herausforderung ist groß, was auch mit der jüngeren Vergangenheit zusammenhängt. Denn in den letzten Jahren haben es sich die Aufsteiger aus dem Raum Mannheim stets schwer getan. Plankstadt kämpfte in der Vorsaison bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg, schaffte es dann aber. Wallstadt, Ketsch und Rheinau gelang dies davor nicht. Genc: „Wir Mannheimer Teams tun uns schwer, was mit den starken Heidelberger Mannschaften zusammenhängt. Sie haben wirklich sehr gute Kader beisammen.“

Ein großer Vorteil von Türkspor könnte jedoch sein, dass sie eingespielt ins Abenteuer Landesliga starten. Denn bis auf Murat Efe, den es nach Heddesheim in die Verbandsliga gezogen hat, konnte Genc seine Stammelf aus der Vorsaison halten. Zudem wurden einige Spieler nachgeholt. Hierbei handelt es sich um einen Mix aus erfahrenen und talentierten Spielern, die teilweise zuletzt noch in der A-Jugend gespielt haben. In der Summe hat Genc aktuell 26 Mann im Kader.

„Ich weiß, dass das viele sind, aber es werden im Laufe der Vorbereitung sicher noch einige abspringen. Das ist normal“, ordnet der Coach die Lage ein. Momentan ist er aber froh, dass er so viele Spieler zur Verfügung hat; einige Asse fallen derzeit nämlich noch aus. Manche wurden operiert, andere sind verletzt oder im Urlaub.

„Das ist bei uns Südländern leider so, aufgrund der vielen Urlaubsfahrer ist die Sommer-Vorbereitung immer besonders schwer“, lächelt Genc. Deshalb gilt: Irgendwie gut aus den Startlöchern kommen. Letztes Jahr gelang das überraschend gut. Da war gegen Türkspor kein Kraut gewachsen.

Trainingsbegin war vor rund zehn Tagen. Um sich schnell wieder zu finden, hat Genc einige Testpartien ausgemacht. Unter anderem gegen die Verbandsliga-Titelkandidaten Heddesheim und Bruchsal. „Das werden natürlich richtige schwere Testspiele für uns“, stellt der Meistertrainer klar, „aber wir freuen uns darauf.“ Ein weiterer Gegner in der Vorbereitung ist Türkspor Mosbach.

Neuzugänge Türkspor Mannheim:
Torhüter: Hamza Aldirmaz (eigene U19), Abwehr: Oguz Ünver, Furkan Biberoglu (beide VfR Mannheim II), Tolgahan Cavdaro (VfR Mannheim U19), Ilker Turan (Hochstätt Türkspor), Mittelfeld: Anas Itani (VfR Mannheim II), Youel Tesfagaber (TSV Amicitia Viernheim), Fatih Yildirim, Talha Erol, Hayati Sengün (VfB Gartenstadt U19), Burak Akkaya (VfR Mannheim U19), Gökhan Özkan (DJK Ziegelhausen/Peterstal), Serdar Bakis (Arminia Ludwigshafen), Dolunay Cavdaroglu (Boluspor/TR), Angriff: Emre Kilic (Olympia Lorsch).

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