Mannheimer Morgen: Großer Umbruch, große Hoffnungen

Serdar Bakis, hier im Trikot des VfR Mannheim, verstärkt den FC Türkspor.
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MANNHEIM.Nach 15 Jahren ist der FC Türkspor Mannheim wieder zurück in der Fußball-Landesliga. Der Chefarchitekt einer überragenden vergangenen Kreisliga-Saison, in der der FCT kein einziges Spiel verlor, war Feytullah Genc. Der 39-Jährige, der die erste Mannschaft seit 2011 trainiert, arbeitet derzeit intensiv daran, sein Team in dieser Saison in der Spielklasse halten.

„Wenn wir komplett sind, dann sind wir auf jeden Fall konkurrenzfähig“, sagt Genc. Bis auf Angreifer Murat Efe, der zum Verbandsligisten Fortuna Heddesheim wechselte, konnte der FC Türkspor alle wichtigen Stammspieler halten. Im Sommer kamen insgesamt 13 neue Akteure. Unter anderem Mittelfeldspieler Serdar Bakis, der in der zurückliegenden Spielzeit noch bei Südwest-Oberliga-Absteiger Arminia Ludwigshafen die Fußballstiefel schnürte, oder Youel Tesfagaber, der bei Verbandsliga-Absteiger TSV Amicitia Viernheim zu den Leistungsträgern gehörte.

Gute Verstärkungen
Offensivspieler Gökhan Özkan stand zuletzt bei der DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal im Aufgebot. Anas Itani, Burak Akkaya, Oguz Ünver, Furkan Biberoglu, Tolgahan Cavdaro und Ilker Turan, der allerdings mit Kreuzbandriss erst einmal ausfällt, kamen vom VfR Mannheim. Ebenfalls neu sind Emre Kilic (Olympia Lorsch) und der 19-jährige Umut Sentürk, der aufgrund eines Innenbandabrisses derzeit noch im Aufbautraining steckt. Das sind gute Verstärkungen, die den Aufsteiger weiterbringen können.

Aktuell ist die Verletztenliste beim FC Türkspor aber sehr lang. Zum Beispiel fällt laut Genc Kapitän Deniz Acikgüloglu erst einmal aus. Der 30-Jährige musste sich einer Leistenoperation unterziehen. Pech hatte auch Kerim Öztürk, der sich im ersten Testspiel eine Sprunggelenksverletzung zuzog. Dazu kommen weitere angeschlagene Akteure. „Durch die vielen verletzten Spielern war es nur eine schleppende Vorbereitung“, sagt Genc und macht klar: „Für uns zählt der August eigentlich auch noch zur Vorbereitung. Zu den Verletzten kommt ja die Urlaubszeit. Im September sind wir deshalb erst wirklich richtig zusammen.“ In den ersten Spielen geht es für den Aufsteiger gegen den SV Rohrbach/Sinsheim, VfL Kurpfalz Neckarau und den SV Waldhof Mannheim II. Drei mögliche direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Es ist klar: In diesen ersten Partien wollen wir schon Punkte holen, um nicht zu schlecht aus den Startlöchern zu kommen“, betont Genc. Türkspor-Torjäger Oguzhan Yildirim wird in den ersten Partien nicht dabei sein. Der Angreifer, der in der vergangenen Spielzeit 26 Treffer erzielte, befindet sich in der Saisonanfangsphase im Urlaub.

Genc ist bewusst, dass die Konkurrenten in der Landesliga in dieser Spielzeit sehr stark sein werden. „Vor allem die Heidelberger Mannschaften haben teilweise mit Profiakteuren aufgerüstet“, staunt der Coach, der betont: „Der FC Bammental, VfB St. Leon, Wieblingen, Eppelheim oder Neuenheim sind sicherlich Kandidaten für die vorderen Platzierungen.“ Der Türkspor-Trainer ergänzt: „Für uns geht es nur darum, die Spielklasse zu halten. Da kommt einiges auf uns zu. Aber wir wollen dagegenhalten und uns so gut wie es geht verkaufen.“

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 15.08.2017
15. August 2017 Autor: Reiner Bohlander

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