Genc: Trainingslager soll Auftrieb für die Rückrunde geben

Landesligist FC Türkspor Mannheim führte ein einwöchiges Trainingslager in der Türkei durch.

Landesligist FC Türkspor Mannheim führte ein einwöchiges Trainingslager in der Türkei durch. Bild: FCT

Trainer Feytullah Genc erwartet schwere Rückrunde

sport-kurier. „Wir sind natürlich sehr zufrieden“, erklärt Feytullah Genc, der Erfolgstrainer von Türkspor Mannheim, „denn mit solch einer Hinrunde haben wir im Vorfeld der Saison nicht gerechnet.“ Was er meint, wird bei einem Blick auf die Tabelle der Landesliga Rhein-Neckar deutlich: Türkspor überwintert als Aufsteiger als Tabellen-Sechster, hat bereits 23 Punkte auf dem Konto und hat im bisherigen Saisonverlauf schon den einen oder anderen Favoriten geärgert.

An der Zielsetzung hat sich trotzdem nichts geändert. Der Klassenerhalt steht nach wie vor über allem. Und da fehlen eben noch ein paar Punkte und die werden vielleicht nicht so „einfach“ zu holen sein, wie in der Hinrunde.
Genc: „Ich gehe mal davon aus, dass es für uns in der Rückrunde schwerer werden wird, die Gegner können uns mittlerweile ganz gut einschätzen und werden uns sicher nicht unterschätzen.“

Dass es solch eine starke Hinserie wurde, lag laut Genc insbesondere an dem guten Saisonstart: „Wir haben die Euphorie und das Selbstvertrauen mit in die Saison genommen, das war sehr gut. Allerdings kam die zwischenzeitliche 1:7-Niederlage gegen den VfL Neckarau am zweiten Spieltag wohl auch gerade recht, denn da haben wir sofort gesehen, dass man immer die vollen hundert Prozent geben muss, um erfolgreich sein zu können.“

Auch ein Testspiel konnte der FCT in der Türkei durchführen. Gegen ein dänisches Team siegte die Genc-Elf mit 4:2 Toren. Bild: FCT

Personell hat sich kaum etwas getan bei Türkspor. Hinzu gekommen ist Ozan Kolcak, der zuletzt bei Eintracht Waldmichelbach gespielt hat. Er ist flexibel einsetzbar auf den Außenbahnen, weiß hinten und vorne zu überzeugen. „Genau dieser Spielertyp hat uns noch gefehlt“, freut sich Genc über die Verstärkung. Abgänge gab es keine. Alle 22 Mann sind an Bord geblieben: „Das gab es so in den letzten Jahren nie und verdeutlicht eben auch, dass sich die Spieler wohl fühlen, auch wenn sie nicht ganz so oft zum Einsatz gekommen sind.“

Wie gut der Zusammenhalt ist, zeigt auch das kürzlich anberaumte Trainingslager. Gemeinsam ging es für eine Woche nach Antalya. Insgesamt waren 80 Personen dabei, darunter fast alle Spieler aus der ersten Mannschaft, aber auch Kicker aus der Reserve und der PM.

„Natürlich waren auch Familienangehörige mit dabei. Wir haben das jetzt schon zum vierten Mal in Folge gemacht. Das wird langsam zur Tradition“, betont Genc. Getestet wurde dort gegen eine dänische Mannschaft, die Türkspor mit 4:2 besiegen konnte. Im Fokus stand aber ganz klar das Training: Zweimal am Tag bat Genc zu einer Einheit.

Trainer Feytullah Genc (links) mit seinem Funktionsteam. Bild: FCT

Noch vor dem Trainingslager gab es weitere Testspiele: Bei den Sportfreunden Heppenheim erspielte man sich ein 3:3, gegen Phönix Schifferstadt holte man ein 4:4, gegen Malsch sprang ein 3:2-Sieg heraus und gegen Rot-Weiß Rheinau setzte man sich souverän mit 5:0 durch.

Die Rest-Rückrunde kann also offenbar kommen. Allerdings warten da gleich ein paar dicke Brocken. Los geht es am Sonntag mit dem Nachholspiel in Rohrbach, das mit aller Macht den Abstieg verhindern will und aus Sicht von Genc alles reinwerfen wird. Weiter geht es mit dem Heimspiel gegen den VfL Neckarau, ehe es zum Titelkandidaten SV Waldhof II an den Alsenweg geht. „Das wird zwar alles schwer, ist uns aber auch gar nicht so unrecht, dann sind wir nämlich gleich wieder voll drin.“

QUELLE: SPORTKURIER MANNHEIM, DONNERSTAG, 22 FEBRUAR 2018

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